Die Küstenstadt Wilhelmshaven liegt an der Nordsee im Jadebusen und gehört zum Bundesland Niedersachsen. Die Stadt ist auch heute noch der größte Marinestandort Deutschlands. In dem Hafen mit Tiefwasser werden über 70% Rohöl umgeschlagen. Das tiefe Fahrwasser im Wilhelmshavener Hafen sorgte auch für die Ansiedlung vieler maritimer Unternehmen zuzüglich diverser Großbetriebe und Industrien.

Neben dem Tourismus ist in Wilhelmshaven auch die Forschung angesiedelt und so gibt es hier zahlreiche Forschungszweige wie die Meeresbiologie oder auch die Vogelforschung und die Wattgebiete gehören zum Nationalpark des Niedersächsischen Wattenmeeres.

Wilhelmshaven hat eine Ausdehnung von über hundert Quadratkilometern und beherbergt über 80000 Einwohner, die sich nicht nur an einer großen Wasserfläche erfreuen sondern ihre Freizeit auch in den großen Waldgebieten verbringen können.

Geschichtlich ragt natürlich auch die Zeit des Zweiten Weltkriegs heraus, über 100 Luftangriffe auf die Stadt lassen erahnen, dass Wilhelmshaven ein wichtiger Standort zu dieser Zeit war. Während der vielen Bombenangriffe wurde selbstverständlich ein hoher Prozentsatz an Gebäuden zerstört, gegen Kriegsende war von der Stadt nur knapp die Hälfte übrig geblieben. Diesen Umstand beziehen Sachverständige in ihren Wertermittlungen und Gutachten bei der Immobilienbewertung natürlich mit ein.

Nach dem Krieg gehörte Wilhelmshaven zur britischen Besatzungszone und der Kriegshafen wurde praktisch fast vollständig zerstört und demontiert.

Somit gingen natürlich auch die vielen Arbeitsplätze in der Werftindustrie verloren und Wilhelmshaven hatte mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen. Doch schon bald siedelten sich in der Stadt mittelständische Unternehmen an, die den Menschen alsbald alternative Arbeitsmöglichkeiten boten.

Mitte der fünfziger Jahre gewann dann Wilhelmshaven als Marinehafen neuerliche Bedeutung und die Bundesmarine nahm ihren Dienst auf.

Ein weiterer Einbruch der Wirtschaft erfolgte in den 80er Jahren, als der Schreibmaschinenhersteller AEG Olympia dort als größter Arbeitgeber die Produktion einstellte und viele Tausend Menschen ihre Jobs verloren.

Sachverständigenbüros ermitteln aus allen diesen und anderen Informationen ihre Gutachten und beziehen alle Umstände in ihre Arbeit ein.

Wilhelmshaven hat Touristen so einiges zu bieten, beispielsweise das Deutsche Marinemuseum am Südstrand, das alljährlich von zehntausenden Menschen besucht wird. Der Lebensraum Wattenmeer gleich anbei zieht ebenso viele Touristen an, die sich gern im „Wattenmeerhaus“ umfassend über die Tierwelt und alles andere informieren.

Natürlich bietet die Stadt auch viele Theater-, Musik- und Kunstgenüsse aller Art. Ob Klassikinszenierungen, Kunstausstellungen oder Sinfoniekonzerte – hier wird jeder Kulturinteressierte auf seine Kosten kommen.

Trotz der umfangreichen Zerstörung während des Krieges gibt es doch in Wilhelmshaven noch einige interessante Bauwerke anzuschauen. Da wäre zum Beispiel die „Kaiser-Wilhelm-Brücke“, die in dieser Bauweise auch heute noch die größte Drehbrücke in Deutschland ist.

Aus dem 15. Jahrhundert gibt es zwei Burgen, die man sich ansehen kann, zum einen die „Knipsburg“ und zum anderen die so genannte „Sibetsburg“. Auch historisch interessante Mühlen kann der interessierte Besucher sich in seine touristische Erkundung einplanen, wie die „Kopperhörner Mühle“ aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Der Naherholungssuchende findet in den vielen schönen Parks alles, was die Seele baumeln lässt und so ist zum Beispiel der Rüstringer Stadtpark ein echtes Naturerlebnis.